Die BEAT-Methode macht Sie zum Small-Talk-König

Für den nächsten Karriere-Sprung brauchen wir Kontakte. Was aber ist, wenn wir eine wichtige Kontaktperson zum ersten Mal treffen? Wenn es beim Small-Talk klemmt, wirken diese vier Schritte wahre Wunder.

Ein potentieller Arbeitgeber hat Interesse an Ihnen und lädt Sie auf eine Veranstaltung ein. Die Spannung ist hoch, schließlich geht es um eine wichtige nächste Station in Ihrem Lebenslauf. Sie kennen so gut wie niemanden auf dem Event. Also steht eine Menge Small-Talk an. Hier wollen Sie natürlich einen möglichst guten, ersten Eindruck machen. Aber was gehört eigentlich dazu? Und wie kann ich dafür sorgen, dass mein Gesprächspartner einen solchen von mir gewinnt?

Phasen des professionellen Auftretens

Ob gesellschaftlicher Small-Talk, Führung oder Verkauf – Sie werden dann zum gefragten Gesprächspartner, wenn Sie die die Phasen des professionellen Auftretens beherrschen: Sympathie, Kompetenz und Autorität. Um beim Small-Talk möglichst gut abzuschneiden, sollten wir im Bereich „Sympathie“ viele Punkte sammeln.

Vier Schritte zur Sympathie: die BEAT-Methode

Vielen Menschen fällt der Small-Talk schwer. Man steht in kleinen Gruppen zusammen. Es herrscht betretenes Schweigen. Das wird krampfhaft bekämpft, indem über die Anfahrt, das Wetterund die Parkplatzsuche gesprochen wird. Eine Situation, die niemanden Spaß macht und in der alle sehnsüchtig darauf warten, dass das Programm endlich beginnt. Mit der BEAT-Methode können Sie diese Zeit sinnvoll nutzen und umschiffen dabei gleichzeitig all die langweiligen Themen. Der Grundsatz Nr. 1 in der Sympathie-Phase lautet: viel fragen und gut zuhören. Denn Menschen reden am liebsten über sich selbst. Also tun wir ihnen den Gefallen und führen sie mit der BEAT-Methode in eine angenehme Konversation.

Schritt 1: Berufliches

B steht für Fragen nach „Beruflichem“. Wie läuft es im Job? Was machen Sie beruflich? Oh, das klingt spannend – wie sind Sie denn zu dieser Arbeit gekommen?

Schritt 2: Erholung

E steht für „Erholung“. Wenn die beruflichen Themen durch sind, wechseln Sie ins Private. Das klingt nach einer Menge Action in Ihrem Job – was machen Sie denn, um sich davon zu erholen? Wann waren Sie denn das letzte Mal ... beim Segeln / Golfen / Joggen/ ...? Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?

Schritt 3: Angehörige

A steht für „Angehörige“, also alles rund um die Familie. Erkundigen Sie sich nach Lebenspartner, Kindern etc. Wie lange sind Sie schon verheiratet(prüfen Sie vorher, ob es einen Ehering gibt...)? Wie läuft es mit der Pubertät der Tochter / des Sohnes? Der familiäre Part sollte im Business-Kontext mit dem nötigen Fingerspitzengefühl behandelt werden. Wenn Sie dagegen auf einer Hochzeiteingeladen und somit bereits im privaten Kontext sind, können Sie den Small-Talk gleich mit Schritt drei beginnen: welche von den Kids ist denn Ihr Sohn / Tochter? In welcher Beziehung stehen Sie zum Brautpaar?

Schritt 4: Tiefe

Mit den Schritten eins bis drei haben Sie bereits eine Menge Stoff, um ein gutes Gespräch zu führen. Um aus einem guten Gespräch einen bleibenden Eindruck zu machen, brauchen wir eine weitere Zutat: Schritt vier. Das T steht für „Tiefe“. Wir hinterlassen dann einen bleibenden Eindruck, wenn wir Menschen emotional berühren. Also tiefgründiger gehen als bei normalem Small-Talk. Fragen Sie dazu nach Wünschen, Träumen oder sonstigen persönlichen Themen, die Ihren Gesprächspartner wirklich berühren.

Dazu können Sie bisher besprochene Themen hinterfragen. Sie treffen zum Beispiel auf dem Firmen-Event einen Verkäufer. Er ist viel unterwegs und seine Kinder warten zu Hause auf ihn. Fragen Sie ihn, wie er sich damit fühlt – und was sein größter Wunsch wäre. Doch Vorsicht! Schritt vier klappt nicht immer. Die Fragen in Schritt vier sind wie ein Test: Blockiert Ihr Gesprächspartner hier? Oder lässt er Sie passieren und antwortet? Hier erfahren Sie, ob er Ihnen vertraut.

Unterschied zwischen Small Talk und einer guten Unterhaltung

Fragen Sie sich nach Ihren Gesprächen: Sind Sie mit Ihrem Gegenüber in die Tiefe gegangen? Haben Sie etwas bekommen, das nicht zu den typischen Gesprächsinhalten gehört? Das macht den entscheidenden Unterschied zwischen Small Talkund einem guten Gespräch. Und wenn Sie diese tiefe Stelle mit Ihrem Gegenüber erreicht haben, dann behandeln Sie das Thema mit Respekt. Hören Sie zu. Halten Sie Blickkontakt. Zeigen Sie Empathie. Und behandeln Sie den Inhalt vertraulich.