Simal „Schimmy“ Yilmaz
Peter Holzer im Gespräch mit Simal „Schimmy“ Yilmaz
Inhaber von Gym80
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Vom Türsteher zum Unternehmer: Wie Simal Yilmaz Gym80 gegen jeden Rat übernommen hat.
Simal Yilmaz kam als Kind einer Gastarbeiterfamilie nach Deutschland. Sein Weg war alles andere als geradlinig: Leistungssport, Türsteher, Bodyguard – und schließlich eine Entscheidung, von der ihm fast alle abrieten.
Er übernahm Gym80, ein Traditionsunternehmen aus dem Ruhrpott, das seit 1980 Kraftgeräte „Made in Germany“ produziert. Gegen den Rat vieler Experten verschuldete er sich bewusst, hielt am Standort Deutschland fest und widersetzte sich Bequemlichkeit, Mittelmaß und dem Ruf nach einfachen Lösungen.
In diesem Gespräch geht es nicht um Erfolg im klassischen Sinn. Sondern um Haltung. Um Verantwortung, die man nicht delegieren kann. Um Stolz, Führung – und warum Produkte eine Seele haben können, wenn Menschen bereit sind, alles zu geben.
Ein ehrliches Gespräch über das, was es kostet, den eigenen Weg zu gehen. Und wie erfüllend es ist, sein Leben selbstbestimmt und leistungsorientiert zu gestalten.
Themen:
Entscheidung treffen, obwohl fast alle abraten
Vom Türsteher und Bodyguard zum Unternehmer
Persönliche Verschuldung als bewusste Entscheidung
Produktion in Deutschland – trotz Kosten und schwierigen Rahmenbedingungen
Haltung statt Bequemlichkeit
Führung, Verantwortung und Konsequenz
Herkunft, Stolz und Werte
Warum Produkte eine Seele haben können
Simal Yilmaz (li.) mit Peter Holzer
Simal Yilmaz
Inhaber von Gym80
Simal Yilmaz ist keiner, der den leichten Weg sucht. Er ist Leistungssportler, Industriemechaniker und Unternehmer – in dieser Reihenfolge. Seit über drei Jahrzehnten steht er bei Gym80 zuerst an der Maschine, dann in der Produktion, später in der Geschäftsleitung und heute als Inhaber an der Spitze. Er kennt sein Geschäft nicht aus Präsentationen, sondern aus Metallspänen und Entscheidungen mit echtem Preis.
Yilmaz hat früh verstanden, dass Führung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen statt Ausreden zu produzieren. Deshalb hält er an Qualität, Fertigungstiefe und Standort fest, auch wenn es betriebswirtschaftlich manchmal unbequem ist. Er glaubt an das, was man baut – und an die Menschen, die es bauen.
Er verkörpert eine Haltung, die in Deutschland selten geworden ist: nicht jammern, sondern machen. Nicht optimieren für die nächste Quartalszahl, sondern für Substanz, Stolz und Wirkung. Und genau deshalb ist er interessant – nicht wegen seines Erfolgs, sondern wegen seiner Konsequenz.